Am 25. Mai 2009 zog von den Benelux her eine kräftige langlebige Gewitterzelle nach NRW. Diese zog weiter ostwärts und erreichte am frühen Abend gegen 18 Uhr Ortszeit das Oberbergische. Von hier aus zog die Zelle weiter in den Hochsauerlandkreis. Es gab von der Zellen mehrere Hagelmeldungen , Meldungen über Rotationen und zwei Funnelsichtungen ( Tornadovorstufe ). Hier nun ein paar Karten von dem besagten Zeitraum.
Hier hätten wir erstmal die Taupunkte die im südlichen NRW recht hoch sind. Somit hatten wir eine schwüle Wetterlage die viel Energie aufbaute. Die Zelle zog fast an den Stellen mit den höchsten Taupunkten entlang.
Somit konnte sich die Zelle immer wieder mit Feuchtigkeit versorgenwas die Langlebigkeit der Zelle erklrären könnte.
Auf der Druckkarte sieht man sehr schön einen Höhenrücken über Deutschland der vom Mittelmeerraum nach Skandinavien schwenkt. Von Frankreich her nähert sich ein Tiefdruckgebiet. Was später mit einer Konvergenz die besagte Gewitterzelle auslöste.
Die Luftschicht war sehr Labil geschichtet und es entstand Vertikalbewegung.
Die Labilität nahm zum Abend hin noch zu.
Die Tagestemperaturen betrugen Sommerniveau bei 25° bis 30°C
Die folgenden Bilder wurden mir durch das Rhein - Erft - Stormchaserteam zur Verfügung gestellt. Vielen Dank an das Team.
Alles in allem gab es eine wunderschöne Zelle zu sehen mit interessanten Strukturen. Aufgrund der Meldungen geh ich von einer Superzelle aus.
Nochmal vielen Dank an das Rhein-Erft-Team und den Fotografen Marcus Rohloff und Denny Gorjup.
20.08.2009 -- heissester Tag des Jahres -- Schwergewitter im Westen und Nordwesten --
Am 20.08.09 wurde es in einigen Regionen bis zu 38°C heiss. Ursache war ein kräftiges Atlantiktief mit Kern bei Island und ein kräftiger Höhenrücken über Ostdeutschland der bis nach Skandinavien reichte. In der 850 hPa Schicht stiegen die Temperaturen auf über 20°C an. Somit war genug Potential für die Hitze am Boden. Vormittags entstanden einzelne Schauer und Gewitterzellen die sich aber rasch wieder auflössten. Estofex warnte im Nordosten mit Level 2. Das bedeutet schadensbringende Winde und grosser Hagel. Am späten Nachmittag lösste es dann langsam aus. Aus Belgien und den Niederlanden zogen heftige Gewitter nach Deutschland. Schnell gab es Unwetterwarnungen. Nach Meldungen einiger Sturmjäger hatte sich eine Squalline gebildet. Bis in die Nacht hinnein gab es teils unwetterartige Gewitter. Es gab mehrere Sturmschäden und Brände durch Blitzschlag. Über Verletzte oder Tote ist bislang nichts bekannt. Ungeklärt ist auch ein eventueller Tornadoverdacht in Stuttgart. Weitere Daten zum Bericht werden noch folgen .